Grüner Tee – leckerer und gesunder Wintergenuss

An kalten Wintertagen ist eine heiße Tasse genau das richtige Mittel, um die innere und äußere Kälte zu vertreiben. Zwar ist auch Früchte- und schwarzer Tee sehr aromatisch, wer jedoch Erkältungen vorbeugen und seiner Gesundheit viel Gutes tun möchte, sollte grünen Tee bevorzugen. Dass dieser eine Menge bewirken kann, zeigt nun eine aktuelle amerikanische Untersuchung.

gruener-tee

In dem Experiment mit Mäusen wurde der Einfluss des Getränks auf den Blutzuckerspiegel untersucht. Das Ergebnis lässt vermuten, dass weniger als zwei Tassen zum Essen getrunken ausreichen, um den Anstieg des Blutzuckerspiegels zu halbieren. Verantwortlich ist die Substanz Epigallocatechingallat, kurz EGCG, welche die Stärkespaltung hemmt. Auf diese Weise wird weniger Glukose aus dem Essen freigesetzt, der Zucker im Blut ist nicht mehr so dominant. Vor allem die Gefäße würden von dieser Erkenntnis profitieren. Der gesundheitsfördernde Effekt kann jedoch nur dann erreicht werden, wenn die kohlenhydrathaltige Mahlzeit zusammen mit dem Tee genossen wird. Bisher ist die Substanz EGCG nur wenig untersucht, Forscher vermuten jedoch Großartiges. Erste Studien lassen etwa erkennen, dass grüner Tee Verdickungen der Herzscheidewand reduzieren kann. Patienten mit einer Amyloidose – hierbei kommt es zu Eiweißablagerungen im gesamten Körper – hatten zuvor täglich Grüntee-Kapseln eingenommen.

Zufallsfund wird zum Beststeller im Teeregal

Dass grüner Tee heute überhaupt getrunken werden kann, ist einem Zufall zu verdanken. Vor etwa 4000 Jahren entdeckte ein chinesischer Kaiser den Teestrauch. Heute kann das zartgrüne Getränk in allen Lebenslagen unterstützend zur Seite stehen. Ob beim Abnehmen, als natürlicher Cholesterinsenker, bei Mundgeruch oder äußerlich bei Fußpilz angewendet, das Getränk ist der Hit in der Naturapotheke. Beim grünen Tee handelt es sich um die unfermentierte Urform des Tees, viele gesundheitsförderliche Substanzen wie Polyphenole und Catechine bleiben erhalten. Aber um gut wirken zu können, muss besonders viel Wert auf die Zubereitung gelegt werden. So sollten Kanne und Tasse angewärmt werden, die Ziehdauer entscheidet über den Effekt. Eine sehr kurze Ziehdauer macht den Tee stark anregend, bleiben die Blätter oder Teebeutel hingegen sehr lange in der Tasse, wird der Tee leicht bitter.