Haarausfall – Es ist zum Haare raufen

Bei manchen Männern passiert es bereits am Ende der Pubertät, bei anderen erst im mittleren Alter. Die Rede ist von Haarausfall. Nur wenigen Männern ist es vorbehalten in Würde eine weiße Mähne zu bekommen, den meisten fallen allerdings zuerst am oberen Teil des Kopfes die Haare aus, im schlimmsten Fall sogar alle Kopfhaare.

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Neue Therapie

Forscher fanden im Jahr 2003 heraus, dass die sogenannten Tassenzellen, die am unteren Ende der Haarwurzel sitzen, für das Haarwachstum zuständig sind, dieses induzieren und auch verdicken können. Es gelang ihnen diese Tassenzellen zu isolieren und unter Laborbedingungen millionenfach zu vervielfältigen. Diese Erkenntnis wurde bereits 2003 veröffentlicht und damals schon zum Patent angemeldet in der Hoffnung vielen Männern zu helfen. Diese Haarzelltherapie wurde fortan unter dem Namen Replicel weitergeführt.

Doch wie genau funktioniert die Therapie? Dem Patienten werden kleine Gewebestücke vom Kopf entnommen, die Tassenzellen isoliert und in einer Zellkultur vermehrt, bis eine vielfache Anzahl an Tassenzellen vorhanden sind. Diese werden dem Patienten dann in die Kopfhaut injiziert, um das Haarwachstum anzuregen.

Das klingt alles sehr einfach und unkompliziert, allerdings dauert der Verifizierungsprozess für eine solche Therapie, der Langzeitfolgen usw. untersucht sehr lange. Die Forscher halten es daher für unwahrscheinlich, dass die Therapie vor 2016 freigegeben wird.

Bekannte Möglichkeiten

Bis dahin müssen betroffene Personen leider weiterhin zu Haarwuchssprays oder Nahrungsergänzungsmittel greifen. Die letzte Möglichkeit einer Glatze zu entgehen, die allerdings recht rabiat ist, ist die Haartransplantation, bei der Haarstreifen oder Haarbüschel auf die Kopfhaut des Patienten transplantiert werden, sofern das nötige Kleingeld vorhanden ist.

Doch es gibt einen Trost für vom Haarausfall gebeutelte Männer: Eine Studie der University of Pennsylvania hat gezeigt, dass Männer mit kahl rasiertem Schädel positiver wahrgenommen werden, als Männer mit schütterem Haar. Sie wirken als männlicher, dominanter und als bessere Führungspersönlichkeiten, da sie an Soldaten oder Actionhelden erinnern. Forscher der Universität von Seattle fanden außerdem heraus, dass Männer, die bis zum 30. Lebensjahr an Haarausfall leiden ein um bis zu 45% niedrigeres Risiko haben in späteren Jahren an Prostatakrebs zu erkranken. In der Frauenwelt kommt eine Glatze ebenfalls besser an, als eine Halbglatze.

Wenn das nicht mal ein Grund ist sich über Haarausfall zu freuen